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Vom Marlboro-Mann zur E-Zigarette – Wie sich das Rauchen und unser Denken darüber verändert haben

Eine Knetfigur hält ein Smartphone in der Hand und sieht besorgt aus, während im Hintergrund eine abstrakte Darstellung von Suchergebnissen zu Krankheiten zu sehen ist. Die Farbpalette von Orange, Türkis und Grau betont das Thema digitale Gesundheitsangst.“

Psyche & Zeitgeist – Zwischen Mindset und Menschsein

„Ein Mann, eine Zigarette, grenzenlose Freiheit.“ – Das Bild des Marlboro-Mannes war jahrzehntelang das Symbol für Männlichkeit, Abenteuer und Unabhängigkeit. Doch die Zeiten haben sich geändert. Rauchen ist längst nicht mehr cool, sondern gesellschaftlich geächtet. Stattdessen dampfen heute Millionen E-Zigaretten – mit dem Versprechen, weniger schädlich und moderner zu sein. Doch was steckt wirklich hinter dieser Entwicklung?

Rauchen in den 70er und 80er Jahren – Ein Zeichen von Status und Freiheit

Noch in den 70er und 80er Jahren galt Rauchen als normal, attraktiv und gesellschaftlich akzeptiert. Werbung zeigte selbstbewusste Männer und elegante Frauen mit einer Zigarette in der Hand – als Ausdruck von Lässigkeit, Erfolg und Genuss. Kein Kinofilm kam ohne rauchende Hauptdarsteller aus, und sogar Ärzte warben für bestimmte Marken.

Doch hinter der Oberfläche steckte ein tief verwurzelter Glaubenssatz: Rauchen steht für Freiheit und Rebellion. Jugendliche griffen zur Zigarette, um erwachsen zu wirken. Der erste Zug bedeutete Zugehörigkeit – sei es zur Clique, zur Musikszene oder einfach zur Vorstellung eines „coolen Lebensstils“.

Der Wandel – Von Freiheit zur Gesundheitsgefahr

In den 90er Jahren begann sich das Bild zu drehen. Wissenschaftliche Erkenntnisse über die gesundheitlichen Schäden des Rauchens wurden unübersehbar. Kampagnen wie „Rauchen kann tödlich sein“ oder Bilder von Raucherlungen auf Verpackungen veränderten langsam die Wahrnehmung.

Plötzlich standen nicht mehr Abenteuer und Freiheit im Vordergrund, sondern Krankheiten, Sucht und Abhängigkeit. Gesellschaftliche Normen verschärften sich: Rauchverbote in Restaurants, Clubs und öffentlichen Gebäuden schufen eine neue Realität – Raucher wurden von der Norm zur Ausnahme.

E-Zigaretten und die neue Verführung – Freiheit 2.0 oder neue Abhängigkeit?

Mit dem Niedergang der klassischen Zigarette kam ein neuer Trend: E-Zigaretten und Vapes. Sie versprechen weniger Schadstoffe, kein Teer, angenehme Geschmacksrichtungen – und eine moderne Alternative zum klassischen Rauchen.

Doch auch hier greifen ähnliche Mechanismen:

  • Neue Glaubenssätze entstehen: „Dampfen ist harmloser als Rauchen.“ Doch die langfristigen Folgen sind unklar.
  • Jugendliche als Zielgruppe: Fruchtige Geschmacksrichtungen und stylische Designs machen E-Zigaretten besonders attraktiv für junge Menschen.
  • Das Ritual bleibt: Ob Zigarette oder Vape – das Inhalieren, das Pausieren im Alltag, die Gewohnheit bleibt oft bestehen.

Raucherentwöhnung mit NLP – Wie Veränderung im Kopf beginnt

Wer mit dem Rauchen oder Dampfen aufhören will, muss vor allem eines verändern: seine inneren Überzeugungen. Genau hier setzt das Neurolinguistische Programmieren (NLP) an.

Wie NLP helfen kann:

  1. Glaubenssätze umprogrammieren: Statt „Rauchen entspannt mich“ wird daraus „Ich brauche keine Zigarette, um mich gut zu fühlen.“
  2. Negative Assoziationen verstärken: Rauchen mit schlechten Gefühlen wie schlechter Gesundheit oder sozialer Isolation verknüpfen.
  3. Alternative Routinen schaffen: Statt zur Zigarette greifen – tief durchatmen, Wasser trinken oder Bewegung einbauen.
  4. Mentale Bilder nutzen: Sich selbst als gesunden, rauchfreien Menschen sehen und dieses Bild emotional verankern.

Fazit: Die Macht der Gewohnheit – und wie wir sie ändern können

Rauchen hat sich über Jahrzehnte verändert – vom Symbol der Freiheit zur gesellschaftlichen Randerscheinung. Doch die Mechanismen hinter der Sucht sind geblieben: Glaubenssätze, Routinen und emotionale Verknüpfungen.

Ob klassische Zigarette oder E-Zigarette – wer wirklich frei sein will, muss nicht nur den Glimmstängel ablegen, sondern auch das alte Denken darüber hinter sich lassen. Denn wahre Freiheit beginnt im Kopf.